Wir sind hier oben auf
einem Berg und beobachten alle Farbnuancen, die Hellblau
haben kann, wenn der Himmel sich mit dem Meer verschmilzt.
Wir versuchen, den Horizont zu erkennen, welcher von
Korsika, Capraia, Gorgona bis zu den apuanischen Alpen
und dem Apennin und ein bisschen weiter reicht.
Wir starteten den Weg
entlang einer der Klippen, über einer kleinen
von der mediterranen Macchia versteckten Bucht. Wir
haben tausendjährige alte Kastanienwälder
durchquert, kamen dann auf einen ebenen Hochpunkt,
der von Granitmassen durchzeichnet ist, aus dem ein
gelber Ginsterhain herauswuchert und hier und da violette
Zistrosen.
Vor lauter Erregung können
wir kaum atmen….aber es gibt noch mehr.
Es ist die Stille. Keine absolute Stille, die fast
unangenehm wirkt, nein, die Art von Stille, die wir
vernehmen, wenn wir uns mitten in der Natur befinden….
Wir hören das schnelle
Huschen der Geckos im Gras, den Ruf eines Vogels im
dichten Wald, das Rauschen der Blätter, unseren
Atem.
Es ist die Stille der Müdigkeit, die endlich
vom Meeresbrausen weggetragen wurde, die Stille der
Hektik, die irgendwo, wer weiß wo, vergessen
wurde……